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Wildarten - Brugmansia insignis 

Insignis closeup

Brugmansia insignis und ihre Hybriden (x insignis) benötigen, um ihren fast überschwänglichen Blütenflor hervorzubringen, sehr viel Sommerwärme. Wer jedoch einmal einmal eine der Hybriden blühen gesehen hat, wird sehr rasch von den kleineren, dunkelgrünen, lanzettähnlichen Blättern und den mitunter ausladenden Blüten mit ihren gutausgeprägten, nachunten zeigenden Saumzipfeln in Bann gezogen werden. 

Die Art wurde ursprünglich vom Basilianer João Barbosa-Rodriguez im oberen Amazonasbecken entdeckt und unter einem anderen Namen als Datura oder Brugmansia in Eclogae Plantarum Novarum (Teil von Vellosia) beschrieben. B. insignis hat auch eine ethnobotanische Verwendung - Stichwort Toé.

Um den richtigen botanischen Namen, also ob insignis oder x insignis, ist recht lange diskutiert worden, weil einer der Autoren, T. E. Lockwood,  behauptete, dass die Art mit ihren deutlich ausgeprägten Merkmalen, durch Kreuzen der vorhandenen Wildarten (B. suaveolens x B. versicolor) entstanden sei.  Der Argumentation einiger anglo-amerikanischer Autoren diesbezüglich kann ich mich nicht anschließen, da entsprechend einer Grundregel der Genetik beim Rückkreuzen immer wieder die Merkmale der Eltern verstärkt auftreten und die Nachkommenschaft nicht einheitlich fällt (Mendelsche Regeln). Entsprechende Versuche, die diesen Sachverhalt als Resultat widerspiegeln, wurden in der Vergangenheit in Hannover gemacht.

Folgt man der Argumentation jener Leute so soll neuerdings das Herbarblatt von B. x dolichocarpa eine B. insignis darstellen. 

Da die Wildart in der Natur sehr selten anzutreffen ist und die Pflanze, die heute in den Herrenhäuser Gärten in Hannover als Insignis ausgewiesene Pflanze aus einer Nachzucht stammt und mit einiger Sicherheit keine Insignis darstellt, kann leider nicht mehr mit Sicherheit gesagt werden, dass es ein Referenzexemplar der Wildart in Europas Botanischen Gärten gibt.

In Herrenhausen sind heute noch einige Hybriden zu sehen, die aus der Federführung des Zuchtprogramms von Dr. Preißel - dem ehemaligen Leiter - stammen dürften. Es bleibt zu hoffen, dass die Pflanzensammlung dort weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich bleibt und das Pflanzenmaterial nicht verloren geht. Bei den in der Registrarliste (noch von ABADS stammend) mit Insignis bezeichneten Kultivaren (die als nicht etabliert markiert sind) handelt es sich durchwegs um Suaveolens-Hybriden.

Neben einer weißen Form gibt es auch eine rosa Form, die unter dem Namen 'Shushufindi' eingeführt worden ist.

(Synonyme, heute ungültige Bezeichner für B. insignis: Brugmansia x insignis, Datura insignis)


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Weiterführende Links und Literatur:

  • Barbosa Rodrigues J.,  Eclogae plantarum novarum, 1891
  • Dr. Preißel Hans-Georg, B. insignis, Gartenpraxis, (9)2003, Ulmer, Stuttgart, 2003

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